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Im Westen ist das Taijiquan (in anderer Umschrift auch Tai Chi Chuan) hauptsächlich als eine der Gesundheit und Vitalität dienliche alte chinesische Übungsmethode bekannt. Weltweit wird Taijiquan von vielen Millionen Menschen in verschiedenen Traditionen, Formen und Intensitäten geübt.
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Taijiquan wurde im 17. Jahrhundert von General Chen Wangting im Dorf Chenjiagou in der Provinz Henan geschaffen. Die heute ebenfalls weit verbreiteten Stile der Familien Yang, Wu, Sun oder Li sind in den folgenden Jahrhunderten durch Veränderungen oder Vereinfachungen, oder auch durch Vermischung mit anderen Künsten, aus dem Chen-Stil entstanden. Taijiquan beruht auf der daoistischen Philosophie von Yin und Yang (das Taiji-Symbol kennt selbst im Westen fast jeder) und fördert die Harmonisierung und Einheit von Körper, Geist und Seele. Durch die Verbindung von innerer Energiearbeit (Qigong, Qi=Lebensenergie) mit äußeren Kampfbewegungen gilt Taijiquan als Innere Kampfkunst.
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Taijiquan wird vor allem in den ersten Jahren zum überwiegenden Teil in Soloformen erlernt und geübt je nach Stil und Fortgeschrittenengrad gibt es aber auch einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Anteil an Partnerübungen. Neben dem regelmäßigen Üben ist eine kontinuierliche Betreuung, Anleitung und Korrektur durch einen verständigen Lehrer, am besten ein bis zweimal pro Woche, unerläßlich beim Lernen von Taijiquan... sonst geht das Üben unweigerlich in eine falsche Richtung. Mit einem klaren Konzept und regelmäßiger Übung werden schon recht bald die ersten positiven Effekte spürbar: gesteigerte Beweglichkeit, Selbstwahrnehmung und Koordination sowie eine wohltuende Entspannung von Körper und Geist. Wie intensiv der Weg letztlich gegangen wird ergibt sich bei jeder/m Praktizierenden ganz individuell für viele wird Taijiquan aber früher oder später zur täglichen Übung und damit zu einem wundervollen Werkzeug der Lebenspflege. Einige Praktizierende möchten Taijiquan darüber hinaus als klassischen Weg der Kampfkunst studieren... für diese ist intensives tägliches Studium (inklusive der kampfbetonteren Formen und Partnerübungen) nur natürlich. Weiterführende Hinweise gibt der Lehrer im Unterricht oder im persönlichen Gespräch.
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