Der Kern im Godokan Aikido ist das Studium der Prinzipien und Philosophie des Aikido im Üben mit einem Partner. Dabei nutzen wir das von Olaf Schubert Sensei entwickelte 5-stufige Godokan Aikido Lernmodell, welches das Aikido von der "einfachen" Kontaktaufnahme mit dem Partner (uke) bis hin zum letztlich freien Umgang mit der Intention bzw. dem Angriff des uke Schritt für Schritt verständlich und für jeden erlernbar macht. Diese 5 Stufen sind: 0. korrekter zentrierter Stand und Ki-Kontakt mit dem Partner, Bewegung aus dem Zentrum im Unterbauch ohne Kollision oder Zwang, 1. die gemeinsam harmonische Bewegung mit uke, 2. die Führung der Intention/Energie/Bewegung des uke, 3. die Führung des uke im natürlichen Rhythmus der Interaktion, und letztlich 4. die freie Anwendung/Variation entsprechend der Situation.
Die Basis für dieses Lernmodell ist das Studium der inneren Aspekte, denn letztlich ist der zentrale Bestandteil des Aikido die Arbeit mit der Lebensenergie Ki. So wie die Spitze eines Eisberges ist unsere körperliche Kraft nur ein Bruchteil des gesamten Potentials das uns von der Natur gegeben wurde. Die Kraft des Geistes ist letztlich entscheidend, denn der Geist lenkt das Ki, und das Ki führt den Körper. Daher ist im Studium des Aikido (wie in jeder Facette unseres menschlichen Seins) die Einheit von Geist und Körper, von Gedanken und Handlung, von Fokus und Bewegung, das was uns wahre Kraft gibt und zum Erfolg führt. Spezielle Solo- und Partnerübungen wie z.B. Ki-Übungen, Ki-Tests und Aiki Taiso fördern das Erspüren, Erlernen, Verstehen und Umsetzen der Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge von Struktur, Zentrum, Entspannung, Aufmerksamkeit und Energiefluss, und helfen damit die Einheit von Geist, Ki und Körper zu entwickeln bzw. wieder zu finden.
Die Godokan Aikido Unterrichtsdidaktik basiert auf dem Ansatz, dass das praktische Üben von den theoretischen Konzepten und dem Wissen von den zugrunde liegenden Prinzipien geleitet wird. Unsere Methode ist weder eine Einbahnstrasse der Wissenseintrichterung, noch eine weglose Wüste aus klassisch-wortlosem Demonstrieren und Nachahmen, sondern der Schüler wird vom ersten Tag an aktiv und individuell am Lernprozess beteiligt. Theorie und Praxis, Verstehen und Üben, Soloübungen und Partnertraining, individuelle Anleitung und Korrekturen ergeben ein Ganzes.
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